Gesundheit


 

Der Irish ist eine der gesündesten und ursprünglichsten Hunderassen überhaupt. Er bleibt verschont von Hüftgelenkdysplasie, Patellaluxation oder Augenkrankheiten. 

Zwei genetisch bedingte Erkrankungen, die nicht rassespezifisch sind, können beim Irish Terrier auftreten - die digitale Hyperkeratose (Corny Feet) und die Cystinurie.

 

Corny Feet oder digitale Hyperkeratose

Hierbei handelt es sich um Wucherungen der Pfotenballen, die ab einem Alter von sechs Monaten auftreten können. Es bilden sich Verhärtungen in den Ballen, die rissig werden, nicht verheilen und ausgesprochen schmerzhaft sind, einhergehend  mit einem übermäßigen Wachstum der Krallen. Diese Erkrankung ist nicht heilbar!  

Glücklicherweise existiert seit 2014 ein Gentest, der alle Irish Terrier, für die eine Zuchtzulassung beantragt wird, darauf testet ob sie Träger des Gens sind oder nicht. So haben verantwortungsvolle Züchter ein Instrument an der Hand, dass die Verbreitung der Digitalen Hyperkeratose verhindert. 

Luzie ist nicht Trägerin des Defektgens und kann die Erkrankung somit nicht vererben.

 

Cystinurie

Cystinurie tritt nur bei etwa 4,7% aller Irish Terrier auf und betrifft nur Rüden.

Sie ist eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einer erhöhten Ausscheidung der Aminosäuren Cystin, sowie Ornithin, Lysin und Arginin (COLA) über die Harnblase kommt. Da besonderes Cystin sehr schwer löslich ist, kommt es bei den betroffen Rüden zur Bildung von Kristallen oder Steinen in der Harnblase, die den Abfluss des Urins über die Harnröhre verstopfen könne, sodass es zu einem sehr schmerzhaften Harnstau kommt. Die Steine müssen operativ entfernt werden, der Rüde muss sein Leben lang eine cystin- und eiweißarme Diät mit hoher Flüssigkeitszufuhr einhalten und eventuell kastriert werden. Nicht alle Hunde, bei denen ein erhöhter Cystingehalt des Urins nachgewiesen wird, bilden Steine, d.h. nicht alle Faktoren, die die Steinbildung begünstigen sind bisher bekannt.

Leider hat sich trotz intensiver Forschung bisher noch keine sichere Aussage über den Erbgang der Cystinurie ergeben, sodass noch kein Gentest  entwickelt werden konnte. 

Im Moment stellt man durch ein Urin-Testverfahren die COLA-Werte fest und gute Züchter setzen Rüden mit erhöhten Werten nicht ein.